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WIE ARBEITEN NIEREN

Um am Leben zu bleiben braucht jeder Körper Energie. Sie kommt aus einer Reihe von Reaktionen, die innerhalb seiner Funktionseinheiten, den Zellen, stattfinden. Die Rohstoffe, die für die Energieproduktion notwendig sind, stammen aus verschiedenen Substanzen, die wir jeden Tag durch die Nahrung zu uns nehmen. Abgesehen von der Energieproduktion setzen diese chemischen Reaktionen sowohl nützliche als auch schädliche (giftige) Substanzen frei, die gespeichert bzw. entsorgt werden müssen. Die Niere ist hauptsächlich für diesen Prozess verantwortlich, so kann sie als der „Filter“ des Körpers beschrieben werden.

WIE VIELE NIEREN HABE ICH

Der Mensch wird normalerweise mit zwei Nieren in Bohnenform geboren, die sich im hinteren Teil der Aushöhlung des Bauchfells befinden. Ihre Hauptfunktion ist es, die Homöostase in Hinsicht auf Wasser, Elektrolyte (so wie Kalium, Natrium, Kalzium, Phosphor, Magnesium), Säuren-Basen-Verhältnis (pH, CO2, HCO3)und viele andere gelöste Substanzen (wie Harnsäure, Kreatinin, Glukose, Aminosäuren, Albumine) aufrecht zu erhalten.

Nieren produzieren Hormone (Renin, Vitamin D, Erythropoetin, Prostaglandine) und verarbeiten Hormone (Vasopressin, Aldosteron, atriales natriuretisches Peptid, Parathormon).

Nieren beeinflussen beinahe alle Systeme des Körpers und werden von ihnen beeinflusst. Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, rheumatoide Arthritis, systemischer Lupus erythematodes, Vaskulitis, einige Erbkrankheiten, bestimmte Medikamente (Antibiotika, Entzündungshemmer) und normale Zustände, wie Schwangerschaft, können die Struktur und die Funktion der Nieren beeinflussen.

WAS PASSIERT, WENN DIE NIEREN IHRE FUNKTION EINSTELLEN UND WAS IST NIERENVERSAGEN

Eingeschränkte Nierenfunktion wird grob in zwei Hauptkategorien unterteilt: Reversibel und irreversibel

In der ersten Kategorie kann die Beeinträchtigung zu akutem Nierenversagen führen und in der zweiten zu chronischem Nierenversagen. Eine Reihe von Menschen, die an chronischen Nierenerkrankungen leiden, wird sich schlussendlich extrarenaler Unterstützung unterziehen, so wie regelmäßiger Hämodialyse, Peritonealdialyse oder Nierentransplantation.

Es gibt viele Ursachen, die zu akutem Nierenversagen führen können. Diese können entweder prärenal sein (Austrocknung, verminderter Blutfluss zu den Nieren), inhärent (Blockade der Nierenarterie oder Vene, Glomerulonephritis, endogene-exogene Toxine, intrarenale Blockade, intrarenale Gefäßerkrankung) oder postrenale Ursachen haben (Blockade der Harnwege, wie durch Tumore, Steinleiden). Wenn die vollständige Nierenfunktion nach einer Reihe akuter Nierenversagen über mehr als sechs Monate nicht wiederhergestellt ist, entwickelt der Patient chronisches Nierenversagen.

Eingeschränkte Nierenfunktion führt zu verschiedenen Problemen, die manchmal lebensbedrohend sind, was aus Hyperkaliämie, Übersäuerung des Stoffwechsels und Lungenödemen resultiert. Das urämische Syndrom bezieht sich auf die Komplikationen des chronischen Nierenversagens. Einige der Komplikationen von akutem Nierenversagen sind Anämie, Dehydrierung, Juckreiz, trockene Haut, Hautpigmentierung, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Knochenerkrankungen, Störungen der Libido, Impotenz, Müdigkeit, Verwirrung, Asterixis, Krampfanfälle, periphere Neuropathie, Myopathie, Koma, Bluthochdruck, Perikarderguss, periphere Ödeme, Schlafstörungen, Restless-Legs-Syndrom, Muskelkrämpfe, Angst, Depression, Anfälligkeit für Infektionen.

Je früher die Diagnose der Nierenerkrankung, desto größer ist die Chance, schwere und lebensbedrohliche Komplikationen zu vermeiden.

 

WAS SIND DIE ANZEICHEN UND SYMPTOME VON NIERENVERSAGEN

Gesunde Nieren haben drei Grundfunktionen.

1.    Sie entfernen durch die Urinproduktion Giftstoffe aus dem Blut.

2.    Sie regulieren die Niveaus der für den Körper essentiellen Flüssigkeiten und Elektrolyte.

3.    Sie haben eine endokrine Funktion, welche die Hormonproduktion beinhaltet.

Chronisches Nierenversagen ist der progressive und irreversible Verlust der Nierenfunktion.
Die chronische Nierenerkrankung wird in fünf Stufen unterteilt:

1.    Stufe 1: Nierenversagen mit vermindertem oder erhöhtem GFR > 90 ml/min/1,73 m2

2.    Stufe 2: Leichte Abnahme des GFR: 60 - 89 ml/min/1,73 m2

3.    Stufe 3: Moderate GFR-Reduktion: 30 - 59 ml/min/1,73 m2

4.    Stufe 4: Deutliche Reduktion des GFR: 15 - 29 ml/min/1,73 m2

5.    Stufe 5: Nierenversagen - GFR < 15 ml/min/1,73 m2

In der Stufe 5 funktionieren die Nieren nicht mehr und eine Nierenersatztherapie ist notwendig.
Leider sind Symptome der chronischen Niereninsuffizienz oft sehr leicht, daher gibt es eine lange Verzögerung bei ihrer Diagnose und Behandlung.
Die Ursachen der chronischen Niereninsuffizienz sind:

1.    Diabetes mellitus Typ I und II, was heute die führende Ursache ist

2.    Bluthochdruck

3.    Glomerulonephritis (primär und sekundär).

4.    Nierensteinleiden und Nierenentzündungen (Pyelonephritis).

5.    Erbliche Nierenerkrankungen, von denen die häufigste die polyzystische Niere (PKD) ist.

6.    Chemikalien, Schwermetalle und toxische Substanzen.

Leider sind die Symptome des frühen Stadiums chronischer Niereninsuffizienz sehr leicht, daher gibt es eine lange Verzögerung bei ihrer Diagnose und Behandlung.
Je nach betroffenem System entwickeln sich die folgenden Symptome:

Herz-Kreislauf-System

o Perikarditis

o Herzrhythmusstörungen

o Linksventrikuläre Hypertrophie

o Herzinsuffizienz

o Koronare Erkrankungen

Atmungssystem

o Nicht kardiogenes Lungenödem (urämische Lunge)

o Rippenfellentzündung

Blutbildendes System

o Anämie

o Hämorrhagische Diathese

o Erkrankungen des Immunsystems

Magen-Darm-System

o Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Geschmacksstörung

o Gastritis

o Magengeschwür

Zentralnervensystem

o Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Lethargie, Krämpfe, Koma

Peripheres Nervensystem

o Restless-Legs-Syndrom

Muskel-Skelett-System

o Muskelschmerzen, Muskelschwäche

o Gichtarthritis - Pseudogicht

o Karpaltunnelsyndrom

Endokrines System

o Hyperparathyreoidismus

o Amenorrhö

o Unfruchtbarkeit

Haut

o Pruritus (Juckreiz)

Elektrolyte und Säuren-Basen-Gleichgewicht

o Hypervolämie - Hyperhydration

 

WO UND WANN FINDET EINE DIALYSE STATT

Das Dialyseverfahren wird üblicherweise in Dialysezentren durchgeführt, die entweder autonom agieren oder individuelle Einheiten in Krankenhäusern oder Kliniken sind.
Heimdialyse ist im Ausland sehr häufig und Patienten unterziehen sich Dialysesitzungen mit eigener Ausrüstung in ihrem Haus.
Die klassische Dialyse dauert 3 bis 5 Stunden und findet drei oder vier Mal pro Woche statt. Es gibt auch verschiedene andere Formen der Dialyse, wie die 8-Stunden-Dialyse über Nacht in Frankreich, verlängerte nächtliche Heimdialyse (bis zu 6 Nächte pro Woche) und tägliche Kurzzeit-Hämodialyse.
Wir sollten auch die verschiedenen Arten der Dialyse erwähnen, wie die angeschlossene Hämodiafiltration, die ein echter Durchbruch in der Nephrologie ist und in all unseren Zentren eingesetzt wird.

In den letzten Jahren hat sich die Biotechnologie auf die Suche nach verbesserten Formen der Dialyse konzentriert, die so weit wie möglich die normale Nierenfunktion simulieren.  Die Online-Hämodiafiltration ist ein solches Nierenersatzverfahren, das beide Reinigungsverfahren, Diffusion und Filtration, kombiniert und eine flüssige Lösung, ein steriles Pyrogen, das während der Dialysesitzung produziert wird, als Ersatz verwendet. 

Die wichtigsten Indikationen für die Verwendung dieser Methode sind Episoden mit symptomatischer Hypotonie, vor allem bei Patienten mit beeinträchtigter kardiovaskulärer Funktion und die bessere Regulierung des Flüssigkeitsverlusts bei solchen Patienten. Mehrere in den letzten Jahren durchgeführte Studien fanden bessere Reinigungsniveaus bei Kreatinin, Harnsäure und Phosphor und eine signifikante Reduktion von β2-Mikroglobulin, einer Substanz die sich bei Hämodialysepatienten ansammelt und oft Knochenschmerzen verursacht. 

All dies zeigt, dass die angeschlossene Hämodiafiltration nicht nur weniger Episoden der symptomatischen Hypotension verursacht, sondern auch eine bessere Lebensqualität bietet und die urämische Polyneuropathie verbessert. Vermutlich verhindert sie mit Dialyse verbundene Amyloidablagerungen. Schlussendlich wird vermutet, dass die Online-Hämodiafiltration bei diesen Patienten zu einer höheren Lebenserwartung beiträgt.

WAS IST DIE HÄMODIALYSE

Patienten mit chronischem Nierenversagen entwickeln normalerweise keine schweren Symptome, bis die Nierenfunktion auf 10 - 15 % sinkt. In diesem Stadium können die grundlegenden Körperfunktionen durch Kompensation aufrecht erhalten werden. Wenn die Nierenfunktion unter den Schwellenwert von 10 ml/min (weniger als 15 ml/min bei Diabetespatientensinkt, ist die Kompensation für die Aufrechterhaltung normaler Körperfunktionen nicht mehr ausreichend und die Nierenfunktion muss ersetzt werden.

Die Dialyse ist eine Nierenersatztherapie (die anderen beiden sind Peritoneal Dialyse und Transplantation). Dieses Verfahren verwendet das Blut des Patienten, einen Filter und eine spezielle flüssige Lösung, durch die im Körper angesammelte Abfallstoffe entsorgt und nützliche Stoffe zugeführt werden. Es ist im wesentlichen ein geschlossener Kreislauf, der durch die Dialysemaschine läuft.

Um einen hohen Blutfluss zu erreichen, schafft der Gefäßchirurg eine arteriovenöse (AV) Fistel zwischen der Arterie und Vene des Patienten. Alternativ, wenn die Venen des Patienten nicht geeignet sind, kann der Chirurg ein Kunststofftransplantat zwischen der Arterie und einer größeren Vene oder einen Dauerkatheter verwenden, der in eine zentrale Vene (am Hals oder unter dem Schlüsselbein) platziert wird.

Der Vorteil der Dialyse ist, dass es ständigen Kontakt mit dem Arzt gibt. Die Sitzungen finden dreimal pro Woche statt und normalerweise wird keine spezielle Ausrüstung zu Hause benötigt.



WIE WIRD DIE DIALYSE DURCHGEFÜHRT

Die Dialyse ist die häufigste Methode des Nierenersatzes.
Dieser Prozess erfordert:

1.    Gefäßzugang - Fistel, synthetisches Transplantat, temporäre oder dauerhafte Katheter

2.    Nadeln und Dialyseleitungen

3.    Dialysefilter

4.    Lösung

Einfache Beschreibung des Dialyseverfahrens

Der Zugang ist punktiert. Das Blut des Patienten, das Abfallprodukte des Stoffwechsels (Harnsäure, Kreatinin, Kalium, etc.) enthält, wird durch eine spezielle Leitung (arterielle Nadel) mit Hilfe einer Dialysemaschinenpumpe durch den Filter befördert, der als halbdurchlässige Membran agiert und selektiv den Austausch von Substanzen zwischen dem Blut und der Lösung und umgekehrt erlaubt. Gleichzeitig werden überflüssige Flüssigkeiten entfernt. Das behandelte Blut wird dem Patienten über eine zweite Leitung (venöse Nadel) wieder zugeführt. Dieser Vorgang wird während der Sitzung mehrmals wiederholt und zielt darauf ab, Flüssigkeiten und Elektrolyte im Blut des Patienten auszubalancieren und das Überleben sicherzustellen. Unter Verwendung des direkten Zugriffs auf das Blut des Patienten werden die Leitungen auch dazu verwendet, notwendige Zubereitungen wie Vitamine, Stoffe, die die Erythropoese stimulieren, und andere Medikamente zu verwalten.

Um eine gute Qualität der Dialyse zu erreichen, müssen alle in diesen Vorgang einbezogenen Faktoren von höchster Qualität sein. Das hauptsächlich regulierende Mittel ist der Filter.

WIRD SICH MEIN LEBEN MIT DER DIALYSE VERÄNDERN UND WIE?

Dialyse ist ein fortlaufender und wiederholter Prozess. Der Patient wird aufgefordert, sich an einen neuen Lebensstil zu gewöhnen, der es beinhaltet, einen großen Zeit seiner Zeit in Dialysezentren zu verbringen, speziellen Ernährungsregeln zu folgen und mehrere Medikamente zu nehmen.

Fortschritte bei der Infrastruktur (Einrichtung unabhängiger Dialyseeinheiten, basierend auf hohen Standards in Bezug auf Ausstattung, Hygiene usw.) haben deutlich den psychischen Zustand und die Lebensqualität der Patienten verbessert.

Mit Lebensqualität meinen wir die Art und Weise, in der wir innerhalb einer Gesellschaft funktionieren und wie wir die Existenz menschlichen Lebens erfahren.

Die Entwicklung der Biotechnologie und Pharmazeutika trägt durch die Einführung neuer Schnelldurchflussfilter und neuer Methoden der Online-Dialyse zur Vorbeugung und Unterdrückung von Komplikationen der chronischen Nierenerkrankung bei und funktioniert als Schutz für den Patienten.

Die moderne Dialyse behandelt die Patienten als aktives Mitglied der Gesellschaft in allen Bereichen des täglichen Lebens (Arbeit, Sport, Studium usw.).
Die Sicherstellung einer guten Lebensqualität basiert auf der guten Zusammenarbeit zwischen Patient, Arzt und Pflegepersonal und der Philosophie der Behandlung chronischer Patienten als wertvoller und unabhängiger Gruppe.


WELCHE DIÄT SOLLTE ICH WÄHREND DER DIALYSE BEFOLGEN

Die Ernährung während der Dialyse ist ein sehr wichtiger Faktor für das Überleben und die Lebensqualität der Patienten. Es gibt einige grundlegende Ernährungsprinzipien für Dialysepatienten. Aber die Ernährung muss je nach Alter, Begleiterkrankungen und der Aktivität des Patienten individuell angepasst werden.

Grundlegende Ernährungsregeln

1. Ausgewogene Flüssigkeitszufuhr

Die erlaubte Menge hängt von der verbliebenen Harnausscheidung ab. Normalerweise wird die Flüssigkeitsaufnahme begrenzt und die Wasseraufnahme über die Nahrung mit eingerechnet. Um mit dem Durst zurecht zu kommen wird den Patienten geraten, ihren Salzkonsum einzuschränken. Risiko übermäßiger Flüssigkeitsaufnahme - Lungenödem

2. Begrenzte Aufnahme von Lebensmitteln, die reich an Kalium sind.

  Obst und Gemüse sind reich an Kalium. Ihr Konsum muss begrenzt werden, wobei eine spezielle Vorbereitung notwendig ist.

- Schneiden Sie vor dem Essen Obst und Gemüse in kleine Stücke.

- Ziehen Sie die Haut bzw. Schale von Obst und Gemüse wie Kartoffeln, Tomaten, Karotten, Äpfeln und Birnen ab.

- Weichen Sie Gemüse für mindestens zwei Stunden vor dem Kochen in reichlich Wasser ein. Dann spülen Sie es ab, kochen es für fünf Minuten in reichlich Wasser und gießen Sie es ab. Ersetzen Sie das Wasser und kochen Sie weiter, wie gewohnt.

Risiko einer Hyperkaliämie und lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen


3. Begrenzte Phosphoraufnahme

Phosphorreiche Lebensmittel sind Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Getreide.

Aufgrund der verringerten Ausscheidung aus den Nieren bei Nierenversagen sammelt sich übermäßiger Phosphor im Körper des Patienten an und verursacht Hyperparathyreoidismus mit skelettalen und extra-skelettalen Läsionen, die eine langfristige Auswirkung auf die Lebensqualität des Patienten haben und die Sterblichkeitsraten erhöhen.

Regelmäßige Blutuntersuchungen zur Überwachung des Kalium-und Phosphorspiegels sind dringend anzuraten.  

 

4. Ernährung

Der Energiebedarf von Nierenpatienten hängt vor allem von ihrer körperlichen Aktivität ab. Die Kalorienzufuhr für Dialysepatienten sollte jedoch ausreichend sein, um Katabolismus (Abbau von Muskelgewebe) vorzubeugen. Da jeder Mensch einzigartig ist, muss auch die Ernährung individualisiert und richtig eingestellt werden, wobei auch der soziale und finanzielle Status des Patienten Berücksichtigung finden muss.

UMSTÄNDE, DIE ZU NIERENVERSAGEN FÜHREN

Es gibt viele verschiedene Umstände, die zu Nierenschäden führen können.
Die häufigste Ursache für Nierenversagen in Industrie- und  und Schwellenländern ist heute Diabetes mellitus. Dieser Zustand, der als Pandemie charakterisiert wurde, führt einen beträchtlichen Anteil an Patienten in die letzte Stufe von Nierenversagen und Dialyse.
Eine weitere häufige Ursache ist Bluthochdruck, der auch einen großen Teil der Bevölkerung betrifft.
Glomerulonephritis sind entzündliche Nierenerkrankungen, die oft Nierenversagen verursachen, wie Pyelonephritis, die aufgrund einer Infektion des Harntrakts entstehen kann, Nephrolithiasis, Verschlusskrankheiten (Adenome oder Hypertrophie oder Prostatakrebs, Gynäkologische Krebsformen, etc.) und vesikorenaler Reflux.
Verschiedene Medikamente (Analgetika, Entzündungshemmer, Immunsuppressiva, Zytostatika, Antibiotika, Kontrastmittel, etc.) und Vergiftungen (Pilze, Herbizide, Schwermetalle usw.) haben Nierenschäden zur Folge.

Hereditäre Nephropathie, wie die polyzystische Erkrankung, das Alport-Syndrom und Morbus Fabry sowie angeborene Krankheiten (Nierendysplasie oder Hypoplasie, etc.).
Systemische Erkrankungen, wie Lupus erythematodes oder Sklerodermie, führen oft zu Nierenversagen.

Schlussendlich sind Tumorerkrankungen wie multiple Myelome, akutes Nierenversagen, Nierentuberkulose, Nierentumore, Verletzungen oder chirurgische Entfernung der Niere und perinatale Ursachen (akute kortikale Nekrose, Präeklampsie) auch einige der Ursachen von Nierenversagen.

1.    DIABETES MELLITUS

2.    BLUTHOCHDRUCK (HYPERTONIE).

3.    HERZVERSAGEN.

4.    NEPHRITIS (GLOMERULONEPHRITIS - PYELONEPHRITIS).

5.    VERSCHLIESSENDE ZUSTÄNDE (STEINLEIDEN, PROSTATAHYPERPLASIE HARNLEITERSTENOSE, STENOSE DER URETHRALKLAPPE, RETROPERITONEALFIBROSE).

6.    VUR

7.    ERBKRANKHEITEN (POLYZYSTISCHE ERKRANKUNGEN, ALPORT-KRANKHEIT)

8.    MULTIPLES MYELOM.

9.    VERGIFTUNG (BLEI, PILZE, PESTIZIDE, ETC.).

10.  ARTERIOSKLEROSE - RENOVASKULÄRE KRANKHEIT.

11.  SYSTEMISCHE (AUTOIMMUN) ERKRANKUNGEN (SLE, VASCULITIS ETC.)

12.  BILATERALE NEPHREKTOMIE (BILATERALEE NIERENKREBS, UNFÄLLE).

13.  NEPHROTOXISCHE MEDIKAMENTE.

14.  INFEKTIONEN (NIERENTUBERKULOSE, HANTAVIRUS ETC).

15.  AKUTES NIERENVERSAGEN -NICHT BEHEBBAR

16.  EKLAMPSIE.

 

 

NIERENSCHÄDIGENDE MEDIKAMENTE

Nieren spielen eine wichtige Rolle bei der Verstoffwechslung von Medikamenten und ihrer Ausscheidung aus dem Körper. Wenn aus irgendeinem Grund die Nieren nicht funktionieren, werden viele Medikamente nicht normal aus dem Körper ausgeschieden und sammeln sich im Blut an, was toxische Wirkung hat. Daher sollte der Arzt die verabreichte Medikamentenmenge bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion abhängig vom Ausmaß des Versagens reduzieren und/oder die Dosierungsintervalle erhöhen. Nephrologen sind in diesem Fall natürlich die erfahrensten Ärzte.

Andererseits beeinflussen viele Medikamente selbst die Nierenfunktion. Diese Medikamente können die vorhandene Niereninsuffizienz verschlimmern, aber auch bei gesunden Nieren akutes oder chronisches Nierenversagen verursachen. Aus diesem Grund werden solche Medikamente nephrotoxisch genannt.

Die häufigsten nephrotoxischen Arzneimitteln sind nicht-steroidale Entzündungshemmer oder NSAR. Das sind Medikamente, die jeden Tag von tausenden Leuten genommen werden, die an verschiedenen Arten von Schmerzen des Bewegungsapparats leiden, aber das Risiko unterschätzen, dem sie ausgesetzt sind. Von den meisten modernen entzündungshemmenden Medikamenten wird gesagt, dass sie das Risiko einer Nierenschädigung signifikant reduzieren. Wie auch immer, in der Praxis sollten Patienten mit Nierenschwäche, Diabetes oder auch ältere Patienten sie vermeiden.

Andere nephrotoxische Arzneimitteln sind Aminoglykoside. Das sind injizierbare Antibiotika mit folgenden ursprünglichen Namen: Amikacin, Netilmicin, Tobramycin, Kanamycin, Gentamicin, Streptomycin. Abgesehen von akutem Nierenversagen können sie auch Taubheit verursachen.

Medikamente, die in bildgebenden Untersuchungen (CT-Scans, Pyelographie, Angiographie, etc.) verwendet werden, werden iodierte Kontrastmittel genannt und haben bei manchen Patienten nephrotoxische Wirkung.

Die chronische Anwendung von Immunsuppressiva, wie Cyclosporin und Methotrexat, kann schädlich für die Nieren sein. Dasselbe gilt für Zytostatika (wie beispielsweise Cisplatin), die auch zu bleibenden Nierenschäden führen können.

Viele Gifte sind auch schädlich für die Nieren. Schlangengifte, Pilze und Herbizide verursachen irreversible Schäden an Leber und Nieren. Das gleiche gilt für Schwermetalle, wie Blei und Quecksilber.

1.    AMINOGLYKOSIDE

2.    IODHALTIGE KONTRASTMITTEL

3.    CYCLOSPORIN

4.    NSAR

5.    CISPLATIN UND ANDERE CHEMOTHERAPEUTISCHE WIRKSTOFFE

6.    ANTILIPIDÄMIKA

7.    MISSBRAUCH VON DIURETIKA, KALZIUM, ETC.

 

PRÄVENTION DER NIERENINSUFFIZIENZ

Der beste Weg Ihre Nieren zu schützen sind richtige Ernährung und ein gesunder Lebensstil.
Genauer gesagt sollte Ihre Ernährung auf Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs basieren, mit nur geringen Zusätzen an Nahrungsmitteln tierischer Herkunft. Ein solcher Plan würde der sogenannten „Mittelmeer-Diät“ ähneln.
Lebensmittel sollten als Schutz gegen Bluthochdruck, der die Nieren zerstört, nicht zu salzig sein.
Sie sollten genügend Wasser trinken, es muss nicht aus der Flasche sein, aber mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag und noch mehr im Sommer.
Beobachten Sie Ihr Gewicht. Vermeiden Sie oder, falls angebracht, korrigieren Sie Übergewicht und vermeiden Sie das Rauchen, das zwar keine Nierenschäden verursacht, aber Nierenerkrankungen verschlechtern kann.
Wenn Sie an Bluthochdruck leiden, sollten Sie sicherstellen Ihren Blutdruck in Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt richtig durch Diät und Medikamente zu regulieren.

Das gleiche gilt, wenn Sie an Diabetes leiden. Diabetes ist die häufigste Ursache von Nierenschäden in Industrie und Schwellenländern. Ein Diabetiker sollte mindestens einmal im Jahr von einem spezialisierten Nephrologen untersucht werden. Groß angelegte Studien haben gezeigt, dass Diabetiker, die seit den ersten Stadien ihrer Diabetes von Nephrologen begleitet wurden im Vergleich zu jenen, die erst nach dem Auftreten einer fortgeschrittenen diabetischen Nephropathie einen Arzt aufsuchten, eine bessere Chance hatten, die Dialyse zu vermeiden.

Tests,  die erfordern, dass der Patient iodhaltige Kontrastmittel einnimmt (Angiographie, etc.) müssen sparsam und nur wenn unbedingt notwendig durchgeführt werden. Denn das Kontrastmittel belastet die Nierenfunktion und die Situation verschlechtert sich bei einer bestehenden Nierenschwäche. Der Nutzen muss gegenüber potentiellen Risiken abgewogen werden.

Im Allgemeinen sollten Sie bei allen Medikamenten, die Ihnen verschrieben werden, vorsichtig sein. Einige Medikamente schädigen die Nieren direkt (so wie Entzündungshemmer) und andere verursachen nur Schaden, wenn sie in Kombination mit anderen Medikamenten (z. B. einige Antibiotika in Kombination mit Diuretika) verschrieben werden. So sollten Sie sparsam dabei sein, Ihrem Körper fremde Stoffe zuzuführen. Wenn Sie bereits an einem gewissen Grad der Niereninsuffizienz leiden, informieren Sie immer Ihren Arzt, bevor er Ihnen ein Rezept ausstellt, um durch ärztliche Behandlung ausgelöste Nierenschäden zu vermeiden, weil die medizinische Vorgeschichte nicht beachtet wurde.

 

PERITONEALDIALYSE

Peritonealdialyse ist eine der Techniken, die für die Substitution der Nierenfunktion im Endstadium von Nierenerkrankungen verwendet wird. Andere Techniken umfassen Dialyse und Transplantation.

Alle drei Methoden sind vom Ergebnis her geeignet, aber die Wahl der angemessenen Technik hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die sowohl vom Patienten als auch der Verfügbarkeit technischer, menschlicher und materieller Ressourcen abhängen.

Alle drei Methoden verwenden zur Blutreinigung eine Art von Filter. Bei der Dialyse ist der Filter vollständig künstlich. Bei der Transplantation ist er 100 % natürlich (transplantierte Niere) und bei der Peritonealdialyse ist er natürlich, aber an einer anderen Stelle angeordnet.

Die Peritonealdialyse verwendet das Bauchfell des Patienten als Filter. Das Bauchfell ist die biologische Membran, welche die innere Bauchwand bedeckt, sich dann faltet und die inneren Organe vollständig bedeckt. Dies schafft einen Raum, den sogenannten Peritonealraum, der so aussieht und sich auch so verhält wie ein leicht aufgeblasener Ballon, den wir in unseren Händen halten.

Die Technik besteht darin, eine Elektrolytlösung innerhalb des Peritonealraums zu platzieren, die ein Volumen und eine Zusammensetzung hat, wie sie nötig ist, den Körper mit den notwendigen Substanzen zu versorgen und überflüssige Inhaltsstoffe und Wasser durch das Bauchfell zu entsorgen. Wenn die Behandlungszeit vorbei und der Austausch schädlicher Substanzen und überflüssiger Flüssigkeit vollständig ist, wird die Flüssigkeit entfernt und mit neuer ersetzt.

Zugriff auf das Bauchfell erfolgt mit einem Peritonealkatheter, der ein spezieller Stent aus biokompatiblen Materialien mit einer spezifischen Morphologie ist. Er wird entweder chirurgisch oder durch Punktion oder laparoskopisch an einer geeigneten Position innerhalb der Peritonealhöhle implantiert.

Die Flüssigkeit wird entweder manuell oder mit einer automatisierten Ausrüstung eingebracht. Die manuelle Methode verwendet Dialysetaschen, die der Patient selbst bedient. Die Flüssigkeit wird üblicherweise viermal alle 24 Stunden ins Peritoneum eingebracht und abgesaugt. Das automatisierte Verfahren nutzt eine Maschine, die programmiert ist Flüssigkeitsinfusionszyklen und Entwässerungszyklen über einem gewissen Zeitraum zu machen, um vier bis sechs Austauschvorgänge während der Nacht durchzuführen, wenn der Patient schläft.

Natürlich erfordert dieses Verfahren sowohl die explizite Mobilisierung des Patienten als auch der Personen um ihn herum und das Verlangen, diesen Prozess selbst durchzuführen. Der Patient wird einer gründlichen Schulung im Krankenhaus in einer Peritoneal-Dialyse-Abteilung folgen müssen. Ein Patient, der wirklich auf dem neuesten Stand sein und Verantwortung für seine Situation übernehmen will, wird mit Anweisungen versorgt und ist praktisch bereit, jedem Problem zu begegnen, das aufkommen könnte. Er ist 24 Stunden am Tag in Kontakt mit dem Dialysezentrum, um Rat oder alles andere, was er brauchen könnte, zu erhalten und er kann der Abteilung eingestehen, wenn das Problem, das er bewältigen muss, nicht leicht zu lösen ist. Die strikte Einhaltung der durch das Personal der Abteilung bereitgestellten Anweisungen und die akkurate Sorgfalt des Patienten während der Behandlung selbst können sicherstellen, dass die Behandlung im Zeitablauf fortgeführt wird. Wie auch immer, das Peritoneum verhärtet mit der Zeit und das Ergebnis der Behandlung wird reduziert. Als Ergebnis ist eine Veränderung der Behandlungsschemas erforderlich.

Die Vorteile dieser Methode umfassen:

1.    Kritische Beteiligung des behandelten Patienten,

2.    Mehr Freiheit bei der Flüssigkeitsaufnahme,

3.    Vorbeugung hypotoner Episoden, was längere Bewahrung der verbleibenden Nierenfunktion erlaubt.

4.    Erhalt der Harnausscheidung über einen längeren Zeitraum, vor allem, wenn die Methode, chronologisch gesehen die erste Option für einen Nierenersatz ist.

5.    Anwendung dieses Verfahrens für die Sicherstellung der Autonomie, wenn der Patient in Gegenden reisen will, in denen es keine Dialyseabteilungen gibt oder diese nicht zugänglich sind oder in abgelegene Gebiete, wo geplante Dialysemethoden nicht unterstützt werden können.

6.    Anwendung dieser Methode bei Patienten ohne vaskuläre Zugangsoptionen.

Der Nachteil dieser Methode ist, dass sich mit der Zeit das Peritoneum aufgrund der schweren Belastung verhärtet und nicht mehr so gute Leistung erbringt wie am Anfang. Aufgrund unzureichender Dialyse muss der Patient die Behandlungsmethode ändern. Sie ist auch bei Patienten mit eingeschränktem Sehvermögen und Mobilitätsproblemen, vor allem in den Händen, nicht ratsam. Die reduzierte Verfügbarkeit dieser Methode ist auch ein Hindernis, wenn diese Methode in Erwägung gezogen wird.

NIERENTRANSPLANTATION

Eine Nierentransplantation ist für Patienten im Endstadium einer Nierenerkrankung die Behandlung der Wahl. Nieren kommen von lebenden verwandten Spendern oder hirntoten oder kürzlich verstorbenen Spendern. Der Begriff „Hirntod“ bezeichnet den Tod des Großhirns.

Alle Patienten im Endstadium der chronischen Nierenerkrankung kommen theoretisch für eine Nierentransplantation infrage. Obwohl es eine relativ einfache Operation ist, ist eine Nierentransplantation keine einfache Sache, weder für den Empfänger noch für das Transplantationsteam. Nach der Transplantation muss sich der Patient einer starken immunsuppressiven Behandlung unterziehen (z. B. Steroide, Cyclosporin, Azathioprin, Mycophenolat, Tacrolimus, Rapamycin, Antikörper-Behandlung). Um Komplikationen aus dieser Behandlung zu vermeiden, wird der Empfänger der Nierentransplantation vor der Operation vom Transplantationsteam beurteilt, um die Eignung für diese Operation sicher zu stellen. Im Anschluss an die detaillierte Krankengeschichte des potenziellen Empfänger, ist auch eine gründliche klinische Untersuchung notwendig, gemeinsam mit einer umfangreichen labortechnischen und radiologischen Auswertung.

Die Existenz einer psychischen Erkrankung muss ebenfalls ausgeschlossen werden. Gleiches gilt für rektale Blutungen und koronare Herzerkrankungen. Männer im Alter über 40 sollten ihre Prostata untersuchen lassen. Frauen müssen sich einem Pap-Test und einer gynäkologischen Untersuchung unterziehen, wenn sie über 40 sind, muss auch eine Mammografie durchgeführt werden. Raucher sollten mit dem Rauchen aufhören. Die unteren Harnwege sollten vor der Transplantation sterilisiert werden, gesichert durch eine vollständige Harnuntersuchung und Urinkultur. Bei Verdacht auf genetische Anomalien müssen eine Zystographie und urodynamische Tests durchgeführt werden. Vesikorenaler Reflux sollte vor der Transplantation korrigiert werden.

Auch müssen sich die Patienten vor der Transplantation chirurgischen Prozeduren unterziehen, die für die Behandlung der folgenden Fälle notwendig sind:

Nierenentfernung: Große polyzystische Nieren (kontralateral), chronische parenchyme Entzündung, chronischer entzündlicher Reflux, schwere Proteinurie, unkontrollierter Bluthochdruck, entzündliche Nierensteine

Splenektomie: Spender/Empfänger Blutgruppenunverträglichkeit (ABO) 

Cholezystektomie: Gallenstein

Kolektomie: Geschichte der Divertikulitis

Prostatektomie: Prostatavergrößerung, die eine obstruktive Uropathie des Transplantats verursachen kann

Koronare Revaskularisation: Koronare Erkrankung

Kontraindikationen für Nierentransplantation:

Zirrhose (außer bei kombinierter Leber-Nieren-Transplantation)

Chronische respiratorische Insuffizienz (Risiko während der allgemeinen Narkose)

Schwere periphere Gefäßerkrankung

Aktives Magengeschwür (bis es mit Medikamenten oder einer Operation behandelt wird)

Erkrankung der Koronararterie (Behandlung vor der Transplantation mit einer Angioplastie oder einem Koronararterien-Bypass)

Irreversible verstopfende Herzinsuffizienz (es sei denn, eine kombinierte Nieren-Herz-Transplantation wird durchgeführt)

Aktiver systemischer Lupus erythematodes

Aktive Infektion mit humanem Immundefizienz-Virus (HIV)

Aktive chronische Entzündung (Osteomyelitis, tiefe Geschwüre bei Diabetikern, aktive Tuberkulose, wiederkehrende Infektionen der Harnwege, Peritonitis)

Hepatitis B positive Patienten (erhöhtes Todesrisiko aufgrund des Wiederanstiegs der Virämie nach der Transplantation aufgrund der Immunsuppression)

Unkontrollierter Krebs

Psychische Erkrankungen

Nichtbefolgung der vorangegangenen Behandlung (Hochrisiko-Patienten für Transplantatverlust aufgrund schlechter Befolgung der Therapie)

Blutgruppenunverträglichkeit (ABO) (erhöhtes Risiko von beschleunigter oder hyperakuter Abstoßung)

HLA Unverträglichkeit (umso besser die Kompatibilität der Antigene HLA-A, HLA-B, HLA-DR zwischen Spender und Empfänger ist, desto besser ist das Ergebnis der Transplantation)

Gegenseitige Kompatibilität (Kreuzprobe) wenn die positive Transplantation aufgrund des erhöhten Risikos vaskulärer und hyperakuter Abstoßung in der frühen Post-Transplantationsperiode nicht erlaubt ist.

Ein Mensch kann mit einer Niere ein normales Leben leben. Wie auch immer, nach einer Nierentransplantation ist die strenge Befolgung der Therapie-Anweisungen notwendig. Regelmäßige Labortests für die Überwachung der Funktion der transplantierten Niere und der Spiegel verschiedener Medikamente sind notwendig, um unerwünschte Komplikationen zu vermeiden.

Komplikationen nach einer Transplantation werden in frühe und späte unterteilt. Frühe Komplikationen beinhalten eine schlechte Nierenfunktion, möglicherweise aufgrund akuter Abstoßung, Cyclosporin-Toxizität, Ischämie vor der Revaskularisierung der Nieren aufgrund prärenaler und postrenaler Probleme, Speicheldrüsenvirus und Ebstein-Barr-Infektion. Späte Komplikationen umfassen den Verlust der Nierenfunktion als Folge einer chronischen Abstoßung oder dem Wiederauftretens der primären Erkrankung im Transplantat, Hypertonie, Hyperlipidämie, Osteoporose, Hautkrebs, Lymphome, Kaposi-Sarkom, Tumore des Genitaltrakts, Magengeschwüre, psychiatrische Erkrankungen, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf Probleme und andere Zustände.

Die am besten geeignete Zeit für die Transplantation von einem verwandten lebenden Spender wurde bis vor kurzem auf die Zeit beschränkt, nachdem sich der Patient einer Nierenersatztherapie unterzog. In letzter Zeit werden die Patienten beraten die Nierentransplantation durchzuführen, bevor sie einen Nierenersatz beginnen. Das ist, wenn die Kreatinin-Reinigung auf 10 ml/min bzw. 15 ml/min für Kinder und Diabetiker gesunken ist. Das heißt, wenn der Gesamtzustand des Patienten noch immer gut ist, obwohl die Nierenfunktion so schlecht ist, dass eine Transplantation notwendig ist.

Als potenzielle Transplantatempfänger von lebenden oder verstorbenen Spendern, und um das beste Ergebnis einer zukünftigen Nierentransplantation zu gewährleisten, ist die strikte Befolgung der Medikation und eine adäquate Nierenersatztherapie angeraten (Hämodialyse oder Peritonealdialyse). 

 
Der Text wurde von der medizinischen Gruppe Mesogeios bearbeitet:
George Dimitriadis, Aristidis Paraskevopoulos, Fotis Makris, Theodoros Pliakogiannis, Thenia Papagiannidou, Anastasios Poulopoulos, Kalliopi Retsa
 
 
 
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